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Digitaler Burnout und Medienabhängigkeit

Soziale Netzwerke, Nachrichtendienste, Streaming, Gaming, News-Ticker: Ein großer Teil unseres Lebens spielt sich bereits im Internet ab.
Immer mehr Menschen spüren dabei digitalen Stress. Auch Medienabhängigkeit kann die Folge sein.

 

Alles auf einen Blick

  • Betroffene können sich kaum noch von ihrem Smartphone oder Laptop trennen und verbringen den Großteil ihres Tages online.
  • Auch wenn sie bereits negative Konsequenzen spüren, wie z.B. wenn sich Freund*innen zurückziehen, können Betroffene ihr Verhalten nicht ändern.
  • Es treten Entzugserscheinungen auf, sobald das entsprechende Medium nicht erreichbar ist. Dazu gehören z.B. Nervosität, Schlafstörungen oder Aggressivität.
  • Die Angst, etwas zu verpassen, wächst. Dabei setzt uns die ständige Erreichbarkeit und der Druck, auf Benachrichtungen reagieren zu müssen, enormem Stress aus.

Immer und überall online

Für die meisten Menschen ist das Smartphone zum ständigen und dauerpräsenten Begleiter geworden. Wir nutzen das Internet als Informationsquelle und als Kommunikationsplattform – doch der Weg von einem produktiven Nutzungsverhalten hin zu einer zeitfressenden Zerstreuung ist nicht weit. Das ist nicht unproblematisch, denn diese Verhaltensweisen können großen Stress verursachen und sogar süchtig machen.

Typisch für diese Form der Abhängigkeit können folgende Merkmale sein:

  • Betroffene können sich kaum noch von ihrem Smartphone oder Laptop trennen und verbringen den Großteil ihres Tages online.
  • Auch wenn sie bereits negative Konsequenzen spüren, wie z.B. wenn sich Freund*innen zurückziehen, können Betroffene ihr Verhalten nicht ändern.
  • Es treten Entzugserscheinungen auf, sobald das entsprechende Medium nicht erreichbar ist. Dazu gehören z.B. Nervosität, Schlafstörungen oder Aggressivität.

Immer mehr Menschen spüren digitalen Stress

Die Verlagerung auf die digitale Welt hat einen hohen Preis: Immer mehr Menschen spüren digitalen Stress. Die Corona-Pandemie verstärkt diesen Druck noch weiter: Um stressige Phasen gut durchzustehen benötigen wir Resonanz, und zwar in Form positiver Rückmeldung unseres Umfelds. Diese Rückmeldungen sind häufig subtiler Art: Ein kurzes Zunicken, Mimik, Gestik, kurze Berührungen. All das fällt in Zeiten der Corona-Pandemie u.a. durch das digitale Arbeiten weg.

Den richtigen Umgang lernen

Um einen gesunden Umgang mit digitalen Medien zu lernen, bieten wir spezielle Lern und Therapiemodule für Patienten, Firmen und Führungskräfte an.

Unser Digital Transformation Program umfasst folgende Bereiche:

  • Work Smart (Lernprogramm für Firmen)
  • Personal Smart Space (Therapie und Training für Einzelpersonen bzw. Führungskräfte)

Die Sinne zurückerobern

Am AMEOS Privatklinikum Bad Aussee beginnen wir die Therapie von Medienabhängigkeiten mit einer Auszeit vom Smartphone oder Laptop. Und wenden uns dann unseren Sinnen zu: Riechen, Schmecken, Hören und Fühlen – alles Fähigkeiten, die wir im Kleinkindalter entwickelt und die sich im permanenten Online-Sein zurückgebildet haben. Neben psychotherapeutischen Einzel- und Gruppengesprächen steht vor allem die Natur- und Erlebnispädagogik im Zentrum der Behandlung. Mit ihrer Hilfe schaffen es die Betroffenen, ihre Sinne wieder zu reaktivieren und aus der Abhängigkeitsspirale herauszukommen.