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Long Covid

Die gegenwärtige Pandemie hinterlässt Spuren: Psychische Störungsbilder wie digitaler Stress, Depressionen oder Angsterkrankungen haben zugenommen, Menschen nach überstandener Infektion mit dem Corona-Virus leiden noch Monate danach an Spätfolgen wie Schwindel oder Erschöpfung. 

Alles auf einen Blick

  • Die Pandemiemaßnahmen sowie überstandene Infektionen können seelische Probleme verursachen
  • Bei entsprechender Belastbarkeit der Patient*innen steht das gesamte einzel- und gruppentherapeutische Therapieangebot zur Verfügung
  • Die Krankheitsverarbeitung der Infektion mit deren Folgeerscheinungen stellt ein bedeutsames Ziel dar

Indikationen

Das Behandlungsangebot "Long Covid" richtet sich an folgende Patientengruppen:

1. Patient*innen, die unter den Belastungen der Pandemie leiden und deutliche psychische Störbilder zeigen: Depressionen, Angsterkrankungen, Essstörungen, Borderline-Persönlichkeitsstörungen, Zwangsstörungen und somatoforme Störungen.
2. Patient*innen, die nach einer überstandenen Corona-Infektion oder nach einer darauf anschließenden somatischen Rehabilitation an deutlichen psychischen
Beeinträchtigungen im Sinn einer somatopsychischen Störung leiden und eine krankheitsverarbeitende psychotherapeutische stationäre Behandlung benötigen.
3. Patient*innen, die nach einer Corona-Infektion von eindeutig affektiven bzw. psychiatrischen Störbildern begleitet werden.

Behandlungsziele

Die Patient*innen sollen sich wieder in allen Lebensbereichen aktiv und frei bewegen können. Für Patient*innen mit überstandener Corona-Infektion, bei denen sich Symptome einer Depression oder Angsterkrankung entwickelt haben, steht die Krankheitsverarbeitung im Vordergrund. Dies trifft vor allem dann zu, wenn Langzeitfolgen der Corona-Infektion bestehen und an Krankheitsakzeptanz gearbeitet werden muss.

Behandlungsmethoden

Bei einer entsprechenden gegebenen Belastbarkeit der Patient*innen steht das gesamte einzel- und gruppentherapeutische Therapieangebot  zur Verfügung.
Die Long Covid-Patient*innen profitieren neben Gruppengesprächstherapien von Musiktherapie, integrativer Bewegungstherapie/Körperausdruckstherapie, Sport und Bewegungstherapie sowie von Komplementärtherapien zur Entspannung wie progressive Muskelrelaxation, Atemtherapie, Imagination, Achtsamkeitstherapie und Naturerlebnispädagogik.

In den Einzeltherapien geht es darum, eine spürbare Symptomverbesserung vor dem Hintergrund der individuellen Persönlichkeitsfaktoren zu erzielen, indem auf die individuelle Krankengeschichte bzw. die Ressourcen zur Krankheitsbewältigung eingegangen wird.