Therapie und Behandlung


Wie wir Behandlung verstehen

Körper und Seele bilden eine Einheit und stehen in ständiger Wechselwirkung. Daher behandeln wir nicht nur primäre psychische Erkrankungen wie z.B. Depressionen und Angststörungen, sondern auch körperliche Beschwerden mit ihren seelischen Ursachen.

Aus unseren vielfältigen regenerativen und aktivierenden Behandlungsmaßnahmen erstellt der individuelle Bezugsarzt und -therapeut einen Therapieplan auf höchstem medizinischen Niveau. Er ist zudem Ihr persönlicher Ansprechpartner für alle medizinisch-therapeutischen Fragen während des stationären Aufenthaltes. Bei uns steht der Patient im Mittelpunkt.

Depression

Eine Depression kann jeden treffen … Depressionen und depressive Anpassungsstörungen können Menschen in jedem Alter treffen. Sie sind neben den Angsterkrankungen die häufigsten psychischen Erkrankungen. Aufgrund großer Differenzen in der Ausprägung der verschiedenen Symptome werden Depressionen häufig erst spät erkannt.

Hauptindikation und Symptome Behandlung Therapieziele Mehr erfahren

Eine Depression kann jeden treffen

Depressionen und depressive Anpassungsstörungen können Menschen in jedem Alter treffen. Sie sind neben den Angsterkrankungen die häufigsten psychischen Erkrankungen. Aufgrund großer Differenzen in der Ausprägung der verschiedenen Symptome werden Depressionen häufig erst spät erkannt.

Zudem werden Frauen zweimal häufiger als depressiv diagnostiziert als Männer, sodass gerade bei letzteren von einer großen Dunkelziffer ausgegangen wird.

Häufig bestehen bei Depressionen starke Wechselwirkungen zwischen physischen und psychischen Erkrankungen. Deshalb hat sich die psychosomatische Behandlung in den vergangenen Jahren als besonders erfolgreich, vor allem im Vergleich zur ausschließlich medikamentösen Therapie, etabliert.

Hauptindikationen und Symptome

Von depressiven Episoden, depressiven Anpassungsstörungen und chronisch-depressiven Störungen betroffene Menschen weisen häufig folgende Symptome auf: gedrückte Stimmung, geminderter Antrieb mit Denkhemmung, häufiges Grübeln, Interesse-, Freud- und Lustlosigkeit. Diese gehen häufig mit einer Vernachlässigung von Freunden, Freizeitaktivitäten oder Sexualität einher. Hinzu kommen Gefühle von Minderwertigkeit, Schuld oder Hilf- und Hoffnungslosigkeit.

Zusätzlich können unterschiedlichste körperliche Symptome wie Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Gewichtszunahme oder -abnahme, Verspannungen, Schmerzen im ganzen Körper und speziell Kopfschmerzen vorliegen. Vor allem bei Männern zeigen sich häufig auch eine erhöhte Reizbarkeit und ein gesteigerter Konsum von Alkohol oder Nikotin.

Behandlung

  • Einzelpsychotherapie zur Analyse depressiver Denk- und Verhaltensmuster
  • Gruppenpsychotherapie mit gegenseitiger Stärkung und Austausch über depressionsverursachende Lebensumstände
  • Soziales Kompetenztraining
  • Genusstraining und Psychoedukation
  • Nonverbale Kreativtherapien (zum Beispiel Tanz,- Gestaltungs- und Musiktherapie) sowie körperorientierte Psychotherapie
  • Entspannungsverfahren und Meditation
  • Sozialpädagogische Unterstützung
  • Physikalische Behandlungen und Physiotherapie
  • Sport- und Bewegungstherapien
  • Antidepressive Pharmakotherapie unter ärztlicher Betreuung

Therapieziele

  • Erarbeitung der depressionsauslösenden und die Depression aufrechterhaltenden Faktoren
  • Erarbeitung einer Tagesstruktur
  • Stärkung der sozialen Kompetenzen
  • Wiedergewinnung sozialer Kontakte
  • Belebung der Gefühle und Erweiterung des Gefühlsspektrums
  • Ausbau der Genussfähigkeit
  • Wiedereingliederung in den Beruf bzw. Erarbeitung einer neuen Berufsperspektive
  • Entdecken des eigenen Lebenssinns und der Lebensaufgaben

Erschöpfungssyndrome (Burnout)

Ausgebrannt … Durch zu hohe persönliche Erwartungen an die eigene Leistungsfähigkeit, durch das gefühlte Nichterreichen von Zielen, durch mangelnde Anerkennung des eigenen Bemühens und durch Verzicht auf Entspannungsphasen kann es zu einem Burnout-Syndrom kommen.

Hauptindikationen und Symptome Behandlung Therapieziele Mehr erfahren

Ausgebrannt …

Durch zu hohe persönliche Erwartungen an die eigene Leistungsfähigkeit, durch das gefühlte Nichterreichen von Zielen, durch mangelnde Anerkennung des eigenen Bemühens und durch Verzicht auf Entspannungsphasen kann es zu einem Burnout-Syndrom kommen.

In der Anfangsphase der Erkrankung steht für viele ein vermehrtes Engagement für bestimmte Ziele oder Hyperaktivität im Vordergrund. Bei vielen Betroffenen wird der Beruf zum hauptsächlichen Lebensinhalt. In weiterer Folge kommt es zum gegenteiligen Auftreten, nämlich zu reduziertem Engagement mit beginnendem Rückzug. Emotionale Reaktionen wie Schuldzuweisungen in Form einer Depression oder Aggression gegenüber anderen treten auf.

Bei längerem Anhalten der Burnout-Problematik kommt es zu einem massiven physischen und psychischen Leistungsabfall bis hin zur vollständigen Aufgabe der beruflichen Tätigkeit. Auch im Privatleben kommt es zu einer Handlungsunfähigkeit und zu einem völligen sozialen Rückzug. Eine Verflachung des emotionalen, mentalen und sozialen Lebens tritt sehr häufig auf und belastet auch Familie und Freunde.

Hauptindikation und Symptome

Die spezifische Symptomatik ist vielfäl­tig und kann unterschiedlich in Bezug auf Auftreten und Ausmaß sein. Beim Ausgebrannt-Sein spüren die Betrof­fenen meist eine starke Müdigkeit sowie Unfähigkeit und Widerwillen die Arbeit fortzusetzen. Es folgen Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Freudlosig­keit, Schlafstörungen, Spannungskopf­schmerzen, Appetitlosigkeit, erhöhte Reizbarkeit und Schuldgefühle. Der „Ausgebrannte“ erlebt seine Um­welt im Allgemeinen als nicht mehr kontrollierbar und zieht sich in der Regel völlig in sich zurück. Hilfe von außen, wie zum Beispiel durch Familie oder Freunde, wird kaum noch oder gar nicht mehr angenommen. Auch scheint der Körper nicht mehr richtig zu funktio­nieren und es kommt zum Beispiel zu Magen-Darm Beschwerden. Bei fortgeschrittener Erkrankung kön­nen auch Herzkrankheiten und Magen-Darm-Geschwüre auftreten.

Behandlung

  • Gezielte Einzelpsychotherapie zur Analyse der pathologischen Bewertungsschemata und Verhaltensmuster
  • Gruppenpsychotherapie zur Förderung der Bewältigungsfähigkeiten und gegenseitigen Unterstützung
  • Nonverbale Kreativtherapien (zum Beispiel Tanz-, Gestaltungs- und Musiktherapie)
  • Entspannungsverfahren und Meditation
  • Sozialpädagogische Unterstützung
  • Physikalische Behandlungen und Physiotherapie
  • Sport- und Bewegungstherapien
  • Antidepressive Pharmakotherapie und Stärkung durch diverse adjuvante Behandlungsmethoden unter ärztlicher Begleitung

Therapieziele

  • Psychische und physische Erholung und Wiederaufbau der Kräfte
  • Bessere Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit
  • Wiedererlangung der eigenen Planungs- und Handlungskompetenzen
  • Verbesserung des Selbstwertgefühls
  • Verbesserung der sozialen Kompetenzen
  • Die eigenen Grenzen ansprechen und durchsetzen
  • Erlernen von Strategien zur Verringerung künftiger Überforderungen
  • Klärung der Arbeitssituation und stufenweise Wiedereingliederung ins Berufsleben

x

Rückrufservice